Gute Führung ist nicht nur in Familienunternehmen immer wieder ein Thema, in einer Nachfolgeregelung jedoch unerlässlich. Besonders die Mitarbeiter benötigen in einem Prozess der Umstrukturierung Halt und Orientierung, etwas, das gute Führung gewährleisten kann.

Gute Führung fängt immer innen an, also bei der Selbstführung!

  • Eine Führungskraft, die sich selbst kennt, weiß, was sie braucht, weiß, was sie kann, kann daher auf sich selbst achten.
  • Vorgesetzte, die auf sich selbst achten, können sich selbst führen.
  • Wer sich selbst führt, kann dies auch mit seinen Mitarbeitern. Mit Ruhe, Klarheit und Gelassenheit und Mitgefühl.

Nur durch echte Selbstführung kann eine langfriste und nachhaltige Veränderung stattfinden, die besonders in der Regelung der Nachfolge und der Übergangszeit wesentlich ist.

Die Ableitung ist: Eine erfolgreiche Übergabe des Unternehmens an einen Nachfolger – oder zum Beispiel eine echte Transformation eines Teams auf ein neues “Level” – kann niemals gelingen, wenn sich der Einzelne nicht entwickelt. Das gilt für Unternehmen jeder Größenordnung und gilt insbesondere auch für das Top-Management bzw. den Unternehmer, die Unternehmerin. Veränderung muss zwingend in jedem einzelnen Verantwortungsträger, jeder Verantwortungsträgerin, gewollt sein und auch erfolgen. Denn die Auswirkungen der eigenen Haltung und des eigenen Handelns sind untrennbar und kausal mit der Umgebung verbunden.

Wenn also der Unternehmer oder das Top-Management sich selbst in Bezug auf Haltung und Verhalten wirklich und ehrlich verändert, wirkt sich das – als zwingende Voraussetzung – auf das eigene Team (z. B. Management-Team) und im Weiteren auf die Organisation aus. Nachhaltige Veränderung eines mittelständischen Unternehmens als Ganzes oder wesentlicher Teile einer größeren Organisation können wirksam nur Top-down initiiert werden.

Entsprechendes (vom Kleinen zum Großen) gilt, wenn sich Kommunikation, Verhalten und Zufriedenheit innerhalb eines Teams ändern sollen. Hier können sich die Änderung der Team-Performance und des “Team-Spirit” nur einstellen, wenn zuvor jeder Einzelne des Team – oder zumindest die signifikante Mehrheit im Team – begonnen hat, sich spürbar selbst zu verändern. In diesem Fall wirkt jeder Einzelne wie ein Fraktal des Ganzen, also des Teams oder sogar des Unternehmens. Übertragen auf größere Organisationen kann es außerdem bedeuten: Jedes nachhaltig veränderte Team wirkt seinerseits wie ein Fraktal der Veränderung auf die gesamte Organisation (vorausgesetzt, das Top-Management bzw. die Geschäftsleitung stehen voll dahinter, siehe oben).

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