Was ist Achtsamkeit überhaupt, wo kann man sie im Berufsleben besonders gut nutzen und bringt es etwas? Diese und weitere Antworten finden Sie im folgenden Artikel.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist

  • die Wahrnehmung der aktuellen Situation im Hier und Jetzt, außen wie innen – von allem, was gerade ist,
  • ohne Bewertung.

Achtsamkeit bedeutet also nicht, wie gar nicht selten angenommen, dass man versunken in seinen Gedanken auf einer Matte sitzt und sich den Rest der Woche schön träumt. Und Achtsamkeit bedeutet auch nicht, dass man darauf achtet, nicht über die nächste Schwelle zu stolpern.

Achtsamkeit: Bei sich sein und bleiben

Achtsam kann jeder Mensch grundsätzlich sein. Voraussetzung dafür, dass Achtsamkeit entstehen kann, ist, dass wir ganz bei uns sind, in unserer inneren Mitte, wenn es uns gelingt, so viele wie möglich der tausend Störgeräusche um uns herum auszublenden. Aus dieser eigenen Basis heraus kann dann Achtsamkeit entstehen. Um die Wirkung in seinem Leben wirklich zum Erblühen zu bringen, empfehle ich, täglich das „Bei-sich-Sein“ durch einen Moment der Stille zu üben. Das ist möglich, bedarf weniger Minuten am Tag und die Effekte sind mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen. Einige Übungen, die sie überall in ihrem Alltag integrieren können, sind Folgende:

  • Ameisen-Übung.  Gehen Sie nach draußen, suchen Ameisen und beobachten sie, was Sie sehen, ohne zu bewerten. Nur anschauen. Sie können das auch mit einem Kugelschreiber machen, nehmen Sie ihn in die Hand, erspüren ihn, setzen Sie weitere Sinne ein, aber bleiben Sie für einige Minuten bei der Sache.
  • Die Körperübung.  Nehmen Sie zunächst Ihren Atem wahr, beeinflussen Sie ihn nicht, atmen Sie in ihrem eigenen Tempo ein und aus. Danach beobachten und entspannen Sie Ihren Körper, fangen Sie mit den Füßen an und enden am Kopf. Nur wahrnehmen und atmen.
  • Achtsame Routinehandlungen. Waschen Sie Ihre Hände, trocken Sie Geschirr ab, trinken Sie eine Tasse Tee. Bewusst. Atmen Sie dabei entspannt und konzentrieren sich auf das, was Sie tun.

Im Berufsleben die Achtsamkeit integrieren

Die vorangegangenen Übungen zeigen, dass Achtsamkeit also nicht nur am Wochenende praktiziert werden kann, sondern ganz besonders im Alltag, in einer turbulenten Zeit, wenn meistens wenig Zeit für Pausen ist. Studien belegen, dass bereits wenige Minuten am Tag Stress vorbeugen und Sie so u.a. vor Überreaktionen schützen.

Teams, die gemeinsam einen Weg der Achtsamkeit gehen und kurze Übungen und Einheiten praktizieren, z.B. vor Meetings oder Workshops, aber auch im ganz normalen Projekt- und Arbeitsalltag, werden schnell feststellen, dass alle Mitglieder durch eine verbesserte Grundstimmung profitieren, der Umgang miteinander noch besser wird, aber besonders auch schwierige Zeiten sehr viel besser, ruhiger und konzentrierter erlebt werden.

 

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