Die Unternehmensnachfolge spielt in mittelständischen Unternehmen eine besondere Situation, denn mit dem Wechsel der Unternehmensleitung steht auch der des Eigentums an. In Familienunternehmen steht in aller Regel auch ein Wechsel der Familien-Statik und -Struktur an.

Nach Schätzungen des IfM Bonn steht deutschlandweit im Zeitraum 2014–2018 in 135.000 Familienunternehmen die Nachfolge an.

 

Die 3 größten Probleme bei der Nachfolge:

 

  1. Es wird sich finden
    Der Gedanke an die Übergabe fällt vielen gestandenen Geschäftsleuten nicht leicht. Sie vermeiden das Thema, wahlweise weil sie glauben, dass sich alles richten wird, sie selbst sich noch nicht mit einem neuen Lebensabschnitt beschäftigen möchten oder der Meinung sind, dass alles schnell erledigt sein wird.
  2. Keine Kommunikation
    Familienmitglieder und/oder Kinder werden im Unklaren gelassen, in welchem Zustand sich das Unternehmen (unternehmerisch und emotional) befindet und wie die Übergabe gehandhabt werden soll. Der Plan liegt vielleicht theoretisch schon vor, doch an der praktischen Umsetzung und der Einbeziehung der Betroffenen wird nicht gearbeitet.
  3. Plan A. So machen es die anderen schließlich auch.

Jedes Unternehmen ist anders aufgestellt, es ist daher dringend erforderlich, dass auch die Übergabe individuell gestaltet wird. Beispiele und Konzepte können nicht 1:1 übernommen werden, der Zuschnitt auf das Unternehmen und die Menschen ist ein wichtiger Erfolgsindikator.